NOISERV
Mit dem portugiesischen Solokünstler David Santos, der sich hinter dem Projektnamen Noiserv verbirgt, präsentieren wir einen der zur Zeit wohl aussergewöhnlichsten europäischen Popmusiker, dessen kleine Indie-Pop-Meisterwerke ihn auf eine Stufe mit bekannten Acts wie Get Well Soon, Woodkid, Sufjan Stevens oder Yann Tiersen stellen und dessen Soloshows mit zum Originellsten gehören, das man in jüngerer Zeit gesehen hat. Aufgefallen ist Noiserv den target-Talentscouts beim Pariser MaMA-Festival vergangenen Oktober, wo uns seine One-Man-Solo-Show restlos begeistert hat: Der Mann muß unbedingt auch auf deutschen Bühnen zu sehen sein! Ab dem kommenden Montag, 7. März gastiert Noiserv in fünf deutschen Clubs. Am vergangenen Freitag ist nun auch sein grossartiges Album "Almost Visible Orchestra", kurz "A.V.O." in Deutschland erschienen. Ein Leben setzt sich aus vielen einzelnen Bausteinen zusammen. Bei Noiserv wird auf den ersten Blick klar, dass in seinem Universum die Aufmerksamkeit auf die sehr kleinen und besonderen Dinge gerichtet ist, die zusammengenommen die großen Songs ergeben. Es ist ein sehr poetisches und ätherisches Universum, das sich mühelos mit seinen großen Einflüssen wie Yann Tiersen, Radiohead, Sigur Ros und Explosions In The Sky verbindet. David Santos wuchs in Lissabon in einer musikbegeisterten Famile auf. Sein Vater lehrte ihm, obwohl selbst kein Musiker, auf einer alten Gitarre die ersten Akkorde. Alles, was danach kam, brachte sich David selbst bei. Er lernte das Gitarrenspiel, versuchte sich in einigen Schulbands, um dann 2005 mit 22 Jahren als angehender IT-Ingenieur sein anspruchsvollstes Projekt zu starten: Noiserv. Doch lassen wir den Künstler selbst zu Wort kommen: „Noiserv ist meine Art, die Welt wahrzunehmen, meine Art, meine Gefühle zu den Menschen zum Ausdruck zu bringen. Kurzum: Wäre ich ein Lied, dann wäre ich das selbst.“ Diese Selbstbezogenheit macht sich auch im Produktionsprozess bemerkbar, denn David arbeitet als Noiserv meist allein: während des Songwritings, bei der Aufnahme im Studio, der Veröffentlichung, beim Videodreh und bei Auftritten. Dennoch ist er kein Einzelgänger. Vielmehr sieht er sich als Teil einer Art Künstlerfamilie in Portugal (dem „Kalifornien Europas“, wie es das französische Kulturmagazin „Les Inrockuptibles“ formulierte), zu der Acts wie You Can’t Win Charlie Brown, Paus und Tape Junk zählen. Ende 2013 erschien „Almost Visible Orchestra“, Noiservs zweites Album, das die nationale portugiesische Autorenvereinigung mit dem prestigeträchtigen Preis „Beste Platte des Jahres“ auszeichnete. In Frankreich wurde sein Gig auf dem Festival Europavox in Clermont-Ferrand von „Les Inrockuptibles“ als „zarter Triumph, kraftvoll und opulent“ gefeiert: „Sein Konzert erinnert an andere Taschensinfoniker wie Sufjan Stevens oder Owen Pallett, je nachdem ob das Exzentrische oder das Melancholische die Überhand gewinnt.“
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