WE ARE THE CITY
"Wohin mit all der Energie? Cayne McKenzie, Andrew Huculiak und David Menzel scheinen davon im Übermaß zu besitzen. Zunächst betreiben die drei jungen Männer aus Vancouver seit fast einer Dekade - seit ihrer gemeinsamen Zeit in der High School - ihre Band WE ARE THE CITY, mit der sie unermüdlich touren, das unvermeidbare Auf und Ab gemeinsam überwinden und nach der sie ganz allgemein ihr Leben ausrichten. Darüber hinaus sind sie in wechselnden Konstellationen als Regisseure, Drehbuchautoren und/oder Filmproduzenten in ein nicht ganz leicht zu entknotendes Geflecht verwickelt, das neben mehreren hochwertigen Musikvideos auch schon einen eigenen Film produziert hat. Dazu sind sie zum Teil auch noch Familienväter - und nebenbei vollführen sie diesen Spagat mit einer ansteckenden Energie. Aber der Reihe nach. Die Drei lernen sich auf der High School kennen, gründen eine Band, nehmen ein Album auf, gehen auf Tour, erspielen sich einen Namen. Und entwickeln allmählich ihren eigenen, zeitgemäßen Indie-Entwurf. So weit, so klassisch. Es sieht gut aus. Sie gewinnen eine ordentliche Summe Geld, die sie in die Produktion des nächsten Albums stecken wollen. Doch Gitarrist David Menzel verlässt aus persönlichen Gründen die Band. Also verwerfen sie die neuen Songs und veröffentlichen erstmal eine EP, gehen wieder auf Tour, ziehen immer weitere Kreise. Als Gitarrist Menzel plötzlich wieder zurückkommt, werden jene Songs mit neuem Enthusiasmus fertiggestellt. Die Band schreibt ein Jahr lang in einem liebevoll „Magic House“ getauften Haus am neuen Album. Sie sind die letzten Bewohner; „Violent“ ist das letzte was das Haus hört, danach wird es abgerissen. Produziert und aufgenommen wird das Album "Violent" (erscheint am 20.3. bei Sinnbus/Rough Trade auch in Deutschland) dann zusammen mit Tom Dobrzanski (Said The Whale, The Zolas, Hey Ocean) in Vancouvers Monarch Studios. Gleichzeitig dreht das Trio einen gleichnamigen Film. Mit einem Skript, das komplett auf Norwegisch entsteht obwohl keines der Bandmitglieder Norwegisch spricht, reisen sie nach Bergen. Obwohl am Ende nur Fragmente der Musik darin auftauchen, legen andersherum die Bilder des Films die visuelle Einheit von „Violent“ fest. Es geht um eine junge Norwegerin, deren letzte Erinnerungen an die fünf Menschen, die sie am meisten liebten, während eines katastrophalen Ereignisses zurückgerufen werden. Der Film lotet gleichermaßen wie das Album Extreme wie Tod, Liebe, Einsamkeit, Alleinsein und Erinnerung aus. Während der Film „Violent“ auf der ganzen Welt Preise gewinnt (u.a. Vancouver International Film Festival, San Sebastian International Film Festival), tritt das Album „Violent“ nun gleichermaßen die Reise aus seiner Heimat Kanada heraus an. Auf „Violent“ erobern sich We Are The City eine spannende, eine wilde Landschaft. Ihre clevere Musik erklimmt etliche Berge, lässt sich fallen, klettert wieder empor, entfaltet sich in ebenso leisen wie gewaltigen Stücken. Aus dem Zuschauen und Miterleben heraus, aus jedem Auf und Ab, jedem Lärm und jedem Leise schaut man auf diese, ihre Stadt. So haben We Are The City ihren Namen gewählt: Ein Blick auf einen verlässlichen in der Ferne liegenden Punkt. Ein Signal von Weitem. Ein hoffnungsvolles Ziel. Also steigt man den Berg wieder hinab.
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