EAGLE SEAGULL
„I´m sorry But I´m Beginning To Hate Your Face“. – Also, wenn dieses Jahr ein Preis für die besten Songtitel ausgelobt wird, dann sind Eagle Seagull heisse Anwärter auf den Gewinn! Wer hat sonst solch hübsche Zeilen auf dem CD—Cover, wie die eingangs erwähnte oder diese hier: „I Don`t Know If People Have Hated Me, But I Have Hated People, oder, etwas konventioneller, „You`re The Reason Why I´m Afraid To Die“. Allesamt übrigens Songtitel aus ihrem jüngsten Werk „The Year Of How To Book“, das Mitte März erscheinen soll und das, da sind wir uns sicher, mit zu den Alben 2010 gehören wird. Dabei hätte die Platte schon vor zwei Jahren erscheinen sollen, dann ging ihre damalige Plattenfirma aber pleite und die Band stand erstmal mit leeren Händen da..... Die Verschrobenheit von The Arcade Fire, die Atmosphären von Interpol, das bittersüss Erhabene vom frühen David Bowie, die Lässigkeit von Pavement. Mit vielen Bands und Künstlern werden Eagle*Seagull verglichen, dabei klingen sie wie keine einzige von ihnen. Die MUSS-Platte der US-Undergroundsaison 2006 stammte von diesen fünf Sonderlingen plus Dame aus Lincoln im US-Bundesstaat Nebraska. Die kleine Uni-Stadt Lincoln scheint eine ähnlich kreative Indie-Szene zu haben wie die Nachbarstadt von Omaha, wo das produktive Vorzeige-Label Saddle Creek mit den Bright Eyes, The Faint und anderen haust. Angefangen hatte man vor ein paar Jahren mit Alternative Country im Stile der Wilco. Inzwischen ist das musikalische Spektrum breiter geworden und man ist zu Sechst. Das schlicht „Eagle Seagull“ betitelte Debütalbum wurde jedenfalls in der einschlägigen Presse gehörig abgefeiert: Ob in der „Spex“, im „Musikexpress“ ( „majestätisch und intim“) oder in der „Visions“ („ ein besonderes Liebhaberstück der grossen Indiekunst Nebraskas. Komplex und einfach schön“). Und auch das neue Werk enthält einige grandiose neue Songs. Zum Beispiel die beiden Ohrwürmer „You Can`t Call Yourself A Secret“ und „I´m Sorry But I´m Beginning To Hate Your Face“ auf ihrer MySpace-Seite oder das flotte „20 000 Lightyears“, die erste Single-Auskopplung. Wenn das keine Hits werden!?!
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