BOB MOULD
Zuletzt war Bob Mould 2009 solo in deutschen Clubs auf Tour. Unlängst ist mit „Beauty & Ruin“ ein neues Album des alten Helden erschienen, das nicht nur beinharte Fans für eine seiner besten Platten der vergangenen Jahre halten! Im November ist Bob Mould mit Band in Berlin (6.11., Bi Nuu) und Köln (7.11., Gebäude 9) zu sehen. Bob Mould hat mit seinen Bands Hüsker Dü und Sugar und als Solokünstler in Sachen Post-Punk, Hardcore, Alternative-Rock & Co Musikgeschichte geschrieben. Erinnert sei an Großwerke wie „New Day Rising“ oder „Candy Apple Grey“, beide mit Hüsker Dü, der Blueprint sozusagen für den Erfolg von Bands wie den Pixies oder Nirvana. Oder „Copper Blue“ und „File Under: Easy Listening“ -beide mit dem Nachfolgeprojekt Sugar. 1989 erschien mit „Workbook“ das erste Soloablum von Bob Mould. Weitere Werke folgten ebenso wie eine Biographie von Michael Azzarad. „Beauty & Rain“ ist eine kompaktes Epos, das es schafft, die Emotionen und Erfahrungen eines ganzen, seher außergewöhnlichen Lebens in 36 Minuten zu packen. Die Platte ist ein echtes Highlight im Schaffen des Musikers und erinnert in seinen besten Momenten an die frühen Werke des 53jährigen. Heftiges Gitarrengeschrubbe über prägnanten Melodien und dazu die immer wiedererkennbare Stimme Moulds: Indie-Pop, Power-Pop. Entstanden ist die Platte unter dem Eindruck des Todes seines Vaters 2012. Es geht um Verlust und Wut, um das Klarkommen mit der Situation, einen geliebten Menschen verloren zu haben. Die Platte ist wütend, aber auch optimistisch. So passt der Satz des Musikexpress durchaus, der hier „satten, glücklich machenden Indie-Rock heraushört. Das Fanzine Oh Fancy trifft es ganz gut: „Man kann die Platte gut und gern als Livespanning-Werkschau hören. Es finden sich hier sowohl Lieder wie „Forgiveness“ oder die Single „I Don`t Know You Anymore“, die an seine Zeit mit Sugar und den ersten Alleingang mit „Workbook“ erinnern, als auch Stücke mit gepflegter Härte wie „Litte Glass Pill“, „Hey, Mr. Grey“ oder „Fix it“, welche die Gründerjahre von Hüsker Dü wieder angenehm in Erinnerung rufen.“ Wie schon bei dem 2012 hochgelobten Album "Silver Age" findet sich Bob Mould auf "Beauty & Ruin" in der illustren Gesellschaft seiner langjährigen Bandkollegen, dem Bassisten Jason Narducy und dem Schlagzeuger Jon Wurster.
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