PORTUGAL. THE MAN
Gerade haben sie mit dem grossartigen neuen Song "Feel It Still" ein Lebenszeichen von sich gegeben. 2017 wird das sehnsüchitg erwartete, neue Album "Woodstock" von Portugal. The Man erscheinen. Ehe es dann auf Tour geht, beehrt uns die Band mit zwei kleinen Clubshows in Berlin und Hamburg, wo die Indie-Stars in intimer Atmosphäre live zu erleben sind. Fans sollten sich sputen: die Shows dürften rasch ausverkauft sein. Für die Veröffentlichung des interaktiven Musikvideos zu „Feel It Still“ haben sich Portugal. The Man mit der internationalen Kreativagentur Wieden+Kennedy zusammengetan. Das Video liefert sozusagen interaktives Rüstzeug zum Bekämpfen sozialer Ungerechtigkeit. Hier geht es zum interaktiven Video „Wir haben an diesem Album mit so vielen großartigen Leuten gearbeitet, am Ende waren es jedoch wir vier, die um 4 Uhr in der früh in einem Keller saßen und versuchten, etwas von Belang zu sagen; Musik zu schreiben, die den Leuten dabei helfen würde, sich nicht allein zu fühlen, selbst dann, wenn sie wütend oder einsam sind. Das Video ist unsere Art zu sagen: das stehen wir alle gemeinsam durch", so Frontmann John Gourley. Im Verlauf des Videos sind die Betrachter dazu aufgerufen, nach versteckten Hilfsmitteln Ausschau zu halten, mit der die #theresistance-Bewegung unterstützt werden kann, darunter eine direkte Durchwahl ins Weiße Haus. Ein Video, das über die Rechte von Demonstranten aufklärt, Spendenseiten für Planned Parenthood und die American Civil Liberties Union, selbst designte Protestplakate und Stencil-Kits für Widerstands-Graffitis. Das letzte P.TM-Album erschien vor mehr als drei Jahren – eine lange Pause für eine Band, die seit 2006 nahezu jährlich ein Album veröffentlichte. In guter alter Bandtradition verbrachten sie seit 2013 tatsächlich nahezu jede freie Minute mit der Arbeit an einem Album. Sie erschufen jede Menge individuelle Songs, die jedoch einfach nicht zueinander passen wollten, ganz egal, wie sie es drehten. Bei einer Reise von Frontmann John Gourley ins heimische Alaska passierten dann zwei Dinge, die eine komplette Änderung in der Flugrichtung des Albums einläuten sollten. Da war zunächst einmal eine gute Dosis rustikale elterliche Liebe, die John von seinem alten Herrn empfing. Dieser holte John auf den sprichwörtlichen Teppich zurück oder Hundeschlitten oder wo auch immer man Leute in Alaska hinstellt, wenn man ihnen die Leviten lesen will. „Warum dauert es so lang, das Album fertigzustellen?“, sagte Johns Dad. „Ist das nicht, was Bands tun? Songs schreiben und sie dann veröffentlichen?“ Und dann schlug das Schicksal ein weiteres Mal sanft zu, als er den Ticketabriss seines Vaters vom legendären Woodstock Musikfestival 1969 fand. Es mag wie eine nichtige Sache erscheinen, doch die darauffolgenden Gespräche mit seinem Dad über Woodstock ’69 klopften in Johns Kopf etwas locker. Er realisierte, dass, ganz in der Tradition der Bands aus jener Ära, Portugal. The Man über die zerbröckelnde Welt sprechen mussten, die sie umgab. Diese beiden Gedanken in Einklang bringend, traf die Band eine an Wahnsinn grenzende Entscheidung: sie nahmen ihre gesamten Arbeiten der vergangenen Jahre – und schmissen sie weg. Es war alles andere als leicht, und dann war da noch die ständige Bedrohung, dass ihr Plattenlabel sie von einem professionellen Killer um die Ecke bringen lassen könnte, aber die komplett irrwitzige Entscheidung zahlte sich aus. Mit neuen, kerzengerade errichteten musikalischen Ständern ging die Band zurück ins Studio, wo sie mit John Hill („In The Mountain In The Cloud“), Danger Mouse („Evil Friends“), Mike D („Everything Cool“) und dem langjährigen Wegbegleiter Casey Bates arbeiteten (dem einzigen durchgängigen Produzenten seit dem ersten Album). In diesem neu gesteckten kreativen Territorium entwickelte sich das, was am Ende das Album „Woodstock“ werden sollte, wie von selbst.
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