STEAMING SATELLITES
Wer meint, für die Musik der Stunde immer noch auf die Insel oder nach Übersee horchen zu müssen, der täuscht sich gewaltig. Auch aus heimischen Gefilden erreichen uns in den letzten Jahren verstärkt ganz neue und spannende Töne. Allen voran aus Österreich. Die Steaming Satellites aus Salzburg gehören bereits zum geschätzten Inventar, seit inzwischen 10 Jahren bereichern sie den Indie-Sektor mit ihrem aufregend einzigartigen Stilmix. Max Borchardt, Emanuel Krimplstätter und Matthäus Weber haben sich zuletzt mit Manfred Mader wieder zum Quartett verstärkt. Die klassische Rock-Besetzung aus Gitarre, Bass und Schlagzeug erweitern sie um Keyboards und eine großzügige Portion Synthies. Mit diesem Line-Up schaffen sie ein Klanguniversum, das sich abwechselnd mal schier unendlich ausdehnt und mal maximal verdichtet. Im Indie-Rock verwurzelt bandeln sie gekonnt mit Blues, Funk und Soul an, erlauben sich beherzte Pop-Ausflüge und lassen ihre Stücke mal kompakt und mit voller Wucht auf uns los, nur um uns dann wieder ganz behutsam zu umschmeicheln und in epische Kunstwerke auszuufern. Steaming Satellites kleiden ihre Geschichten in so viele Lagen, dass man auch bei mehrmaligem Hören immer wieder neue Details entdeckt. Dazu thronen über allem dieser lässige Seventies Vibe und Max Borchardts unverkennbare Stimme. Caleb Followill (Kings Of Leon) kommt einem in den Sinn oder der junge Rod Stewart, mit einer extra Portion Soul. Erstaunlich wie etwas gleichzeitig so wohltuend retro und modern klingen kann. Heraus kommt ein virtuoser, vielschichtiger Genre-Mix, der einen mitnimmt auf eine Reise, deren Tempo sich ständig ändert und die einen auf eine musikalische Mission schickt von vorgestern nach übermorgen.


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