PROPAGANDHI
“We came here to rock. Single moms to the front. Deadbeat dads to the rear. That’s how we do it here.” Nach über fünf Jahren ist die kanadische Hardcore Punkband Propagandhi wieder zurück und veröffentlichte vergangenen September ihr lang ersehntes siebtes Studioalbum Victory Laps bei Epitaph Records. Das Album behandelt viele intime, düstere und kritische Themen, die nicht zuletzt durch persönliche Verluste und Erlebnisse der Band sowie durch gesellschaftliche Veränderungen geprägt wurden. Zudem gibt es Erneuerungen in der Besetzung: 2015 verließ nach neunjähriger Zusammenarbeit Gitarrist David Guillas auf eigenen Wunsch die Band, weshalb Victory Laps auch erstmals das neue Mitglied Sulynn Hago (Gitarre und Gesang) vorstellt. Frontman Chris Hannah, Schlagzeuger Jord Samolesky sowie Bassist Todd Kowalski riefen dabei zu einem öffentlichen Videocasting auf, wobei sich die aus Florida stammende Gitarristin gegenüber 400 BewerberInnen durchsetzte. Die bereits 1986 von Hannah und Samolewsky gegründete Band, die sich selbst in das Genre „progressive Trash“ einordnet, zieht in ihrer Geschichte demnach eine lange Karriere mit vielen unterschiedlichen Etappen, Stilveränderungen, Musikern und besonders ihrer persönlichen Themenbehandlung in den Texten mit sich. Sozialkritische, feministische und antifaschistische Aussagen sind somit längst nicht mehr aus den Songs wegzudenken – wobei die Band versucht, eine klare Message an ihre Fans uns Zuhörer rüberzubringen. So findet sich auch Victory Laps in Zeiten wieder, in denen rassistische und faschistische Themen immer salonfähiger – oder wie Chris Hannah beschreibt „trendy“ - werden und es Propagandhi mit Songs wie Tartuffle oder Adventures in Zoochosis ein Anliegen ist, diese Umstände aufzugreifen und in ihren Liedern zu bearbeiten. Im November dieses Jahres können wir Propagandhi nun endlich wieder hier in München live erleben.
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